Neu & Aktuell:


Theorie-Prüfung: NEUE Video-Fragen

Ab 01.04.2014 gibt es einen neuen Fragetyp bei der Theorieprüfung. Es handelt sich um einen kurzen Video-Clip bzw. um eine dynamische Situationsdarstellung. Dieser Film dauert 15 sec. und kann maximal 5x angesehen werden. Spätestens dann wechselt man zur Aufgabenstellung. Wenn man zur Aufgabenstellung gewechselt hat, ist ein weiteres Abspielen des Films nicht mehr möglich. Der VOGEL-Verlag hat eine Demoseite zur Verfügung gestellt. Wer nur die Aufgabe mit der dynamischen Situationsdarstellung sehen möchte, kann gleich die Aufgabe 4 anwählen. Zur Demoseite.  

Motorradschutzkleidung vorgeschrieben

Für die Motorradprüfung sind ab sofort vorgeschrieben: anliegende Motorradjacke, Rückenprotektor (falls nicht schon in der Jacke integriert), eine Motorradhose (keine Jeans), Motorradstiefel mit Knöchelschutz und natürlich Helm und Motorradhandschuhe.

Neues Punktesystem ab dem 1. Mai 2014

Am 1. Mai 2014 tritt das neue Punktesystem in Kraft.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Der neue PUNKTETACHO AB 2014Der neue Punktetacho ab 2014

  • Statt wie bisher 18 gibt es dann nur noch 8 Punkte
  • Die sogenannte Eintragungsgrenze wird von 40 auf 60 Euro erhöht
  • Pflichtseminare bei neuen Verstößen entfallen.
  • Verlängerung der Tilgungsfrist bei neuen Verstößen entfällt.

Allerdings führt nicht jedes Verkehrsdelikt, das mit einem Bußgeld von mindestens 60 Euro belegt wird, automatisch zu einem Eintrag. Nur Verkehrsdelikte, die zu einer Gefährdung der Sicherheit im Straßenverkehr führen, werden mit Punkten im Verkehrszentralregister, das in Fahreignungsregister umbenannt wird, geahndet.

Das neue Punktesystem ist in Stufen eingeteilt:

  • Vormerkung (1 – 3 Punkte):
    Der Betroffene wird für die Bewertung seiner Fahreignung vorgemerkt. Weitere Maßnahmen oder eine Benachrichtigung gibt es nicht.
  • Ermahnung (4 – 5 Punkte):
    Der Betroffene erhält eine gebührenpflichtige Ermahnung und den Hinweis durch die freiwillige Teilnahme an einem Fahreignungsseminar 1 Punkt abbauen zu können.
  • Verwarnung (6 – 7 Punkte):
    Der Betroffene erhält eine gebührenpflichtige Verwarnung. Punkte können auch durch die Teilnahme an einem Fahreignungsseminar nicht mehr abgebaut werden. Pflichtseminare gibt es nicht mehr.
  • Entzug der Fahrerlaubnis (ab 8 Punkten):
    Der Betroffene wird für die Bewertung seiner Fahreignung vorgemerkt. Weitere Maßnahmen oder eine Benachrichtigung gibt es nicht.

Neue Ordnungswidrigkeiten

Ab dem 1. Mai 2014 wird bei Ordnungswidrigkeiten ein Punkt verhängt, bei groben Ordnungswidrigkeiten mit Regelfahrverbot gibt es zwei Punkte und bei Straftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis werden sogar drei Punkte eingetragen. Alte Punkte, die vor dem 1. Mai 2014 eingetragen wurden, werden entsprechend in das neue System umgerechnet (siehe Grafik).

Was wird aus meinen alten Punkten?

Die Punkte für alte Verkehrsdelikte, die nach dem neuen System zu keinem Eintrag mehr geführt hätten, werden gelöscht. Das betrifft z.B. Punkte für Verstöße gegen Fahrtenbuchauflagen oder unerlaubtes Befahren von Umweltzonen. Die übrigen Punkte werden auf das neue System umgerechnet und entsprechend beibehalten. Es gelten auch die bisherigen Tilgungsfristen.

Was wird aus meinen alten Punkten?

 

  Punkte bisher (1) Punkte neu
Rote Ampel überfahren (2) 3 2
0,8 Promille Alkohol (3) 4 2
Verkehrsgefährdung unter Alkohol (5) 7 2
Handy-Telefonieren 1 1
21 km/h zu viel (innerorts) 1 1
31 bis 40 km/h zu viel (innerorts) (5) 3 2
21 km/h zu viel (außerorts) 1 1
51 bis 60 km/h zu viel (5) 4 2
Autobahn-Drängeln (4) 3 2
Gefährliches Überholmanöver (5) 2 1
Vorfahrt missachtet (5) 3 1
Geisterfahrt auf Autobahn-Seitenstreifen (5) 4 1
Unterlassene Hilfeleistung (5) 5 2
Fahren ohne Führerschein (5) 6 2


(1) Quelle: ADAC; (2) ohne Gefährdung und unter einer Sekunde Rotlichtzeit; (3) Ordnungswidrigkeit ohne Fahrfehler; (4) bei 130 km/h und Abstand weniger als 4/10 des halben Tachowerts; (5) Quelle: dpa

Tilgungsfristen

Tilgungsfristen im neuen Punktesystem

Wann werden meine Punkte gelöscht?

Nach dem neuen System verlängern sich die Tilgungsfristen. Bislang galt bei Ordnungswidrigkeiten eine Tilgungsfrist von 2 Jahren und bei Straftaten von 5 bzw. 10 Jahren. Ab dem 1. Mai. 2014 gelten Tilgungsfristen von 2,5, fünf und zehn Jahren. Allerdings wirkt sich ein neuer Eintrag nicht mehr tilgungshemmend für ältere Einträge aus. Für Einträge vor dem 1. Mai 2014 gelten auch die alten Tilgungsfristen.

Für Einträge ab dem 1. Mai 2014 gelten folgende Tilgungsfristen:

Einfache Ordnungswirdrigkeit 2,5 Jahre
Grobe Ordnungswidrigkeit mit Regelfahrverbot 5 Jahre
Straftaten ohne Entzug der Fahrerlaubnis 5 Jahre
Straftaten mit Entzug der Fahrerlaubnis 10 Jahre


Die Tilgungsfrist beginnt mit dem Tag der Rechtskraft und nicht mit dem Tattag.

Punkte abbauen im neuen Punktesystem?

Möglichkeiten des Punkteabbaus
Konnten bisher durch die Teilnahme an Fahreignungsseminaren zwischen 2 und 4 Punkten abgebaut werden, so ist diese Möglichkeit ab dem 1. Mai 2014 erheblich eingeschränkt.
Lediglich Betroffene, die maximal 5 Punkte haben, können durch eine freiwillige Teilnahme an einem Fahreignungsseminar noch 1 Punkt abbauen. Dies ist allerdings nur einmal innerhalb von fünf Jahren möglich. Wer mehr als 5 Punkte hat, kann diese nicht mehr abbauen.

Lassen Sie sich beraten
Mit der Einführung des neuen Punktesystems ergeben sich taktische Möglichkeiten im Bußgeldverfahren. So kann es sinnvoll sein, im Bußgeldverfahren die Eintragung ins Verkehrszentralregister in Flensburg hinauszuzögern. Denn bei einer Eintragung ab dem 1. Mai 2014 entfällt die bisherige Tilgungshemmung für ältere Delikte. Der Vorteil ist, dass ältere Punkte schneller abgebaut werden können. Dabei ist allerdings zu beachten, dass schwere Verstöße nach dem neuen System ggfs. strenger, d.h. mit mehr Punkten, bestraft werden.
Daher muss immer im Einzelfall geprüft werden, ob eine Eintragung vor oder nach dem 1. Mai 2014 für den Betroffenen sinnvoller ist. Ist der Eintrag vor dem 1. Mai 2014 sinnvoll, sollte im Bußgeldverfahren zügig ein rechtskräftiger Abschluss erreicht werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Eintrag ins Punkteregister noch vor dem 1. Mai 2014 erfolgt. Ebenso muss im Einzelfall geprüft werden, ob die Teilnahme an einem Fahreignungsseminar nach altem Recht sinnvoll ist. Zwar können so noch zwischen 2 und 4 Punkte abgebaut werden, allerdings würden diese nach dem neuen System eventuell ohnehin gestrichen. Auch die Tilgungsfristen müssen dabei beachtet werden.

 

Änderungen zum Führerschein ab 2013

Wer nach dem 19.01.2013 seine Fahrerlaubnis erwirbt muss lediglich alle 15 Jahre eine neue Fahrerlaubnis beantragen. Wie beim Personalausweis auch will der Gesetzgeber immer ein aktuelles Bild. Bei Neuantrag des Führerscheins braucht man kein Eignungsgutachten und muss auch keine Prüfungen absolvieren. Die Änderungen betreffen vorerst nur neu erteilte Fahrerlaubnisklassen (zb. durch Ersterteilung, Erweiterung oder Neuerteilung) bzw. neu ausgestellte Führerscheine (Verlust, Verlängerung oder Umtausch )

Beim Tausch der alten Führerschein Klasse 3 bekommen Sie die Klassen B, BE, C1, C1E, AM L
Ist der Führerschein vor dem 01.04.1980 erteilt worden dürfen Sie Leichtkrafträder der Klasse A1 fahren. (max. 125 cm³, 11 kW Motorleistung) Beim Tausch wird diese Vermerkt mit A1

Das betrifft uns alle

Vor dem 19.01.2013 ausgestellte Führerscheindokumente müssen spätestens zum 19.01.2033 umgetauscht werden

 

Änderungen zum Führerschein und zu Fahrerlaubnisklassen ab 2013

Nachfolgende Informationen betreffen Führerscheine die ab 19.01.2013 neu ausgestellt bzw. Fahrerlaubnisklassen die ab diesen Zeitpunkt erteilt werden. Im Dezember 2006 wurde die 3. EG-Richtlinie über den Führerschein verabschiedet. Die Umsetzung in nationales Recht ist erfolgt und gilt ab 19. Januar 2013. Die nachfolgenden Informationen sind als vorläufig anzusehen und dienen Ihnen als Erstauskunft.
Wichtiger Hinweis: Alle alten, deutschen Führerscheine (grau,grün, rosa und Scheckkarten die vor 2013 ausgestellt wurden) behalten ihre Gültigkeit. Die Änderungen betreffen vorerst nur neu erteilte Fahrerlaubnisklassen (z.B. durch Ersterteilung, Erweiterung oder Neuerteilung) bzw. neu ausgestellte Führerscheine (z.B. wegen Verlust, Verlängerung oder Umtausch).


Überblick über die wichtigsten Änderungen:

  • Befristung der Führerscheine:
    Die Gültigkeitsdauer neu ausgestellter Führerscheine wird ab dem 19. Januar 2013 befristet. Die Gültigkeitsdauer wird 15 Jahre betragen. Die "Verlängerung" wird dann nach aktuellen Stand ohne Vorlage von Eignungsnachweisen (z.B. Sehtest oder ärztliche Bescheinigung) möglich sein.

  • Neue Fahrerlaubnisklasse AM:
    Mopeds (bis 45 km/h bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit) fallen bisher nicht unter die harmonisierten Fahrerlaubnisklassen. Mit Einführung der neuen Fahrerlaubnisklasse AM und Mindestanforderungen an die Prüfung wird verbunden mit einer umfassenden Fahrschulausbildung die Verkehrssicherheit weiter verbessert. Bestimmte drei- und vierrädrige Fahrzeuge bis 45 km/h werden ebenfalls einbezogen. Das Mindestalter zum Führen dieser Fahrzeuge beträgt 16 Jahre.

  • Neue Definition der Fahrerlaubnisklasse A1:
    Die bisherige Definition der Fahrerlaubnisklasse A1 wird ergänzt. Ab dem Jahr 2013 muss auch ein Verhältnis von Leistung/Gewicht von höchstens 0,1 kW/kg eingehalten werden.
    Die noch gültige 80 km/h Regelung für 16 bzw. 17 jährige entfällt.

  • Neue Fahrerlaubnisklasse A2:
    Die derzeitige Fahrerlaubnisklasse A (beschränkt) wird ab Anwendung der neuen Vorschriften zur Fahrerlaubnisklasse A2 und definiert mit einer Motorleistung von bis zu 35 kW und einem Verhältnis von Leistung/Gewicht von nicht mehr als 0,2 kW/kg.

  • Neue Regelungen für den stufenweisen Aufstieg der Motorrad-Fahrerlaubnisklassen:
    Für den stufenweisen Aufstieg von der Klasse A1 zur dann neuen Klasse A2 sowie von der Klasse A2 zur Klasse A ist nach Ablauf von mindestens zwei Jahren nur eine praktische Prüfung erforderlich. Das Mindestalter für den direkten Zugang zu der Klasse A beträgt 24 Jahre.

  • Neue Regelungen für die Fahrerlaubnisklasse B:
    Die "Anhängerregelung" ist grundlegend überarbeitet und wesentlich vereinfacht worden. Ab dem Jahr 2013 darf - wie bisher - ein Anhänger bis 750 kg zul. Gesamtmasse immer mitgeführt werden.
    Darüber hinaus wird künftig auf die zul. Gesamtmasse der Fahrzeugkombination abgestellt: bis 3.500 kg zul. Gesamtmasse der Kombination genügt ohne weitere Voraussetzung eine Fahrerlaubnisklasse B.

  • Die Schlüsselnummer B96:
    Über 3.500 kg bis 4.250 kg zul. Gesamtmasse der Kombination (wobei die zul. Gesamtmasse des Anhängers mehr als 750 kg betragen darf) ist eine Fahrerschulung in einer Fahrschule zu absolvieren. Die technischen Vorschriften in Bezug auf diese Fahrzeuge sind zusätzlich einzuhalten.
    Dies bedeutet es ist keine theoretische oder praktische Prüfung nötig.

  • Bei der Klasse BE:
    (Pkw mit Anhänger, die nicht unter die Klasse B fallen) wird die zul. Gesamtmasse des Anhängers auf 3.500 kg begrenzt. Für Anhänger von mehr als 3.500 kg zul. Gesamtmasse ist eine Fahrerlaubnis der Klasse C1E erforderlich.

  • Neue Regelung für die Fahrerlaubnisklasse C1E:
    Die "Anhängerregelung" bei der Klasse C1E (Kraftfahrzeuge über 3.500 kg mit Anhängern über 750 kg zul. Gesamtmasse) wird analog der Regelung bei der Klasse B vereinfacht. Zulässig sind Kombinationen bestehend aus einem Zugfahrzeug der Klasse C1 und einem Anhänger von mehr als 750 kg, sofern die zul. Gesamtmasse der Fahrzeugkombination 12.000 kg nicht übersteigt (auf das Verhältnis der zul. Gesamtmasse des Anhängers zu der Leermasse des Zugfahrzeuges kommt es also künftig nicht mehr an). Die technischen Vorschriften in Bezug auf die Fahrzeuge sind zusätzlich einzuhalten.

  • Neue Definition der Fahrerlaubnisklassen D und D1:
    Bei der Definition der Klassen D und D1 (Busse) kommt es nicht mehr auf die Zahl der Sitzplätze an, sondern auf die Zahl der Personen, auf die das Fahrzeug ausgelegt und gebaut ist (Klasse D1: nicht mehr als 16 Personen außer dem Fahrzeugführer). Die Klasse D1 wird außerdem auf eine Länge von höchstens 8 m beschränkt.

    Informationsgrundlage: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Stand: November 2011

Gesetzliche Grundlagen:

  • Fahrerlaubnisverordnung (FeV)
  • Straßenverkehrsgesetz (StVG)